Archiv der Kategorie 'Aufruf'

22.11. – Rassistischer Kundgebung entgegenstellen

Für den kommenden Samstag mobilisiert die rassistische Facebook-Gruppe „Chemnitz wehrt sich“ zu einer Kundgebung am Karl-Marx-Kopf . Dass das insofern nicht schlecht sein muss, als dort selbst die braunste Birne auch schon mal vom Stein der Weisen getroffen werden kann, sollte genug Ansporn zu Gegenaktionen sein. Das Bündnis Chemnitz Nazifrei hat für 14 Uhr zu Gegenprotesten aufgerufen.

22.11. | 14 Uhr | Karl-Marx-Kopf | RassistInnen die Stirn bieten!

Aktuelle Infos findet ihr hier.

04.10. – Neonazi-Aufmarsch in Döbeln stoppen!

Wie in den letzten Jahren wollen überregional angereiste deutsche und tschechische Neonazis am 4. Oktober durch Döbeln marschieren. Im vergangenen Jahr gab es zwei antifaschistische Blockadeversuche, die von der Polizei brutal geräumt wurden. Zeit, dass sich was ändert!
Wir dokumentieren folgend den Aufruf zu Gegenaktivitäten aus Döbeln:

ES GIBT KEIN RUHIGES HINTERLAND – NAZIAUFMARSCH AM 4.10.2014 IN DÖBELN ENTGEGENTRETEN !!!

Um auf das Ende der Kampagne „Sag was du denkst – entfache das Feuer der Wahrheit“ aufmerksam zu machen, planen die Jungen Nationaldemokraten (JN Sachsen) am 04.Oktober 2014 in Döbeln eine Demonstration.
Im Selbstverständnis dieser Kampagne konstruieren sie unter anderem ein Szenario vom Untergang Europas und Deutschlands. Darüber hinaus erklären sie sich die jetzige Zeit als eine des „universalen Betrugs“, welche ihrer Ansicht nach von „verlogenen Politikern, linken Demagogen und geldraffenden Kapitalisten“ regiert wird. Ihre menschenverachtende Ideologie, wie die Behauptung der katastrophalen „Anhäufung von Menschen mit Migrationshintergrund“, kommt in dieser Kampagne ansonsten nur unterschwellig zum Ausdruck.
Die Mitglieder der „Nationalen Sozialisten Döbeln“ schlossen sich nach dem Verbot dieser Gruppierung im Februar 2013 der JN Mittelsachsen an. Diese trat in der Region im vergangenen Jahr vorrangig im Zusammenhang der Wahlen mittels Kundgebungen und Propagandadelikten in Erscheinung. Offensichtlich wollen sie eine jährlich im Herbst stattfindende Demonstration etablieren und benutzen Döbeln an diesem Tag als Anlaufpunkt für Neonazis aus ganz Deutschland.
Dem gilt es entgegenzuwirken!
Lasst uns dezentral mit vielfältigem und kreativem Protest zeigen, dass in Döbeln kein Platz für menschenverachtende Propaganda ist.
Nie wieder Faschismus! – Für eine emanzipatorische Gesellschaft!

Kommt am 04.10.2014 nach 04720 Döbeln !!

Für aktuelle Infos checkt regelmäßig: nrdlnazifrei.blogsport.de

Raus auf die Straße….!

Das Bündnis Chemnitz Nazifrei ruft für Freitag, den 23. Mai 2014, zu einer Demonstration gegen Rassismus, Rechtspopulismus und soziale Ausgrenzung auf.

Angesichts des rassistischen Wahlkampfs und dem Versuch die AfD als eine dauerhafte, rechtspopulistische Partei in Deutschland zu etablieren, finden wir es richtig und wichtig ein paar Tage vor der Europa- und Kommunalwahl dieses Zeichen zu setzen.

Start der Demonstration ist 16:30 auf dem Lessingplatz im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg. Die Demonstration führt danach über die Hainstraße, Dresdner Straße, Bahnhofstraße zum Rathaus. Dort ist gegen 18 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant.

Demoflyer

Wieder rassistische Aufmärsche am Wochenende

Nachdem der Neonazi-Aufmarsch am 5. März in Chemnitz durch etwa 350 Gegendemonstrant*innen blockiert und ihre Aufmarschstrecke so erheblich verkürzt werden konnte, wollen RassistInnen am morgigen Samstag erneut versuchen, ihre rassistische Hetze auf die Straßen von Hilbersdorf zu tragen. Das Bündnis Chemnitz Nazifrei ruft zu Gegenprotesten auf und hat zu diesem Zweck eine Gegenkundgebung an der Ecke Glösaer Str./Frankenberger Str. angemeldet. Um rege Teilnahme und lautstarken Protest wird gebeten.

15.03. | 9.30 Uhr | Ecke Glösaer Str./Frankenberger Str. | Kundgebung „gegen rassistische Hetze“

Außerdem hat für Samstag eine Facebook-Gruppe nach dem Schneeberg-Vorbild zu Anti-Asyl-Protesten im ostsächsischen Bautzen aufgerufen. Antifaschistische und antirassistische Gruppen mobilisieren für 16 Uhr zu Gegenprotesten unter dem Motto „Veto – Gegen jeden Rassismus“.

15.03. | 16 Uhr | Bahnhof Bautzen | Antifa-& Antira-Demo gegen den Neonazi-Aufmarsch

Nachtrag:
Trotz schlechten Wetters nahmen etwa 60 Bürger*innen an der Kundgebung von Chemnitz Nazifrei teil und stellten sich den 70 TeilnehmerInnen des rechten Aufmarschs entgegen. In Bautzen demonstrierten 160 Antifaschist*innen und Antirassist*innen und mehrere hundert Bürger*innen gegen den Aufmarsch von ca. 300 Neonazis. Trotz des großen Aufgebots, dass den Neonaziaufmarsch vor Blockaden durch Gegendemonstrant*innen schützte, sah die Polizei einem Neonazi-Angriff auf einen Gegendemonstranten tatenlos zu. Eine Kritik an der „ausgesprochen geringen Teilnahme der linken Szene“ (nicht nur aus Leipzig), findet sich hier: Wo wart ihr in Bautzen?

Doch noch etwas zur Medienberichterstattung:
Ende Januar machte in linksalternativen Kreisen ein Artikel des eher konservativen Tagesspiegel die Runde, in dem antifaschistische Gegenaktionen moralisch und als dem individuellen Wohlbefinden zuträglich gewürdigt wurden. Als wäre es eine neue Erkenntnis, ist seitdem der dem Artikel entnommene Satz „Die Antifa betreibt vermutlich die schlechteste Öffentlichkeitsarbeit dieses Planeten“ zu einer Binsenweisheit antifaschistischer Kreise geworden.
Wir wollen das nicht herunterspielen. Am Beispiel der Berichterstattung des MDR über den rechten Aufmarsch in Hilbersdorf lassen sich jedoch schnell Grenzen antifaschistischer Aufklärungsarbeit feststellen. (mehr…)

Aktionskarte für den 5. März

Hier die Aktionskarte des Bündnis Chemnitz Nazifrei:

Bei der Demo der DGB-Jugend auf der Stollberger Straße werden noch Menschen gebraucht ;-)

Wichtiges für Infos und Antirepression:
EA-Nummer: 0162 / 3753811
Ticker: http://www.afaticker0503.info/
Twitter: https://twitter.com/5maerz (hashtag: #5maerz)
Infotelefon: 01573 / 1595075

Wir freuen uns auf alle, die den Nazis heute einen weiteren Grund zum Trauern bescheren wollen und schließen mit einer noch immer gültigen Ansage des antifaschistischen Aufrufs des vorletzten Jahres:

Es ist keine Gruppe zu klein sich den Nazis und dem städtischen Gedenken in der ihr angenehmen Art und Weise entgegen zu stellen. Es gilt strategisch günstige Punkte zu finden, miteinander zu kooperieren und sich nicht von der Polizei verletzen zu lassen. Den Teilnehmenden des Naziaufmarsches, als dem sozialen Unterstützungsnetzwerk von mordenden »Zellen«, ist in aller Deutlichkeit klar zu machen, dass sie weder an diesem Tag noch sonst etwas auf der Straße verloren haben. Ziel ist die Verhinderung des Aufmarsches der Neonazis. Das städtische Gedenken ist […] geschichtsrevisionistisch […] und [ein] untauglicher Versuch der Auseinandersetzung mit Nazis.